HAMBURG – MYTHEN UND GESCHICHTEN AM TOR ZUR WELT

Wolfgang Beltracchi

Laufzeit: Fr, 13. November 2026 – So, 03. Januar 2027
Vernissage: Do, 12. November 2026, 19 Uhr
Der Künstler ist anwesend.
Einführung: Dr. René Scheu
RSVP bitte an: beltracchiart@icloud.com

 

Öffnungszeiten:
Di, Mi, Sa, So: 12 – 18 Uhr | Do + Fr: 12 – 20 Uhr

Sonderöffnungszeiten an den Feiertagen:
25. Dezember 2026 (1. Weihnachtsfeiertag): 12 – 17 Uhr
26. Dezember 2026 (2. Weihnachtsfeiertag): 12 – 17 Uhr
01. Januar 2027 (Neujahr): 12 – 17 Uhr
24. Dezember 2026 (Heiligabend): geschlossen
31. Dezember 2026 (Silvester): geschlossen

Eintrittskarten:
Regulär: 12 Euro | Ermäßigt: 10 Euro
Gruppen (ab 4 Personen/Eintritt pro Person): 10 Euro

 

Mit der Ausstellung „Hamburg – Mythen und Geschichte am Tor zur Welt“ präsentiert Wolfgang Beltracchi 35 Gemälde, die sich den historischen, legendären und identitätsstiftenden Erzählungen der Hansestadt widmen. Die Werkgruppe ist eine Hommage an die Stadt, zu der er durch zahlreiche Aufenthalte und persönliche Begegnungen eine besondere Beziehung entwickelt hat. Zugleich bleibt sein Blick der eines Außenstehenden, eines gebürtigen Rheinländers, der sich der Geschichte und dem Selbstverständnis Hamburgs mit neugieriger Distanz nähert.

Die Bildthemen spannen einen Bogen von den frühen Wikingereinfällen über die Barbarossa-Legende und die historische Figur Abelke Bleken bis hin zu St. Michaelis, der Operation Gomorrha, der Sturmflut von 1962 und den kulturellen Aufbrüchen rund um den Star-Club, sowie der Erfindung des «Hamburgers». Beltracchi greift dabei nicht nur historische Ereignisse auf, sondern untersucht auch jene Mythen und Erinnerungen, die das kollektive Gedächtnis der Stadt bis heute prägen.

Im Zentrum der Werkreihe steht seine Methode des „Free Method Painting“. Beltracchi wechselt bewusst zwischen unterschiedlichen kunsthistorischen Stilsprachen, malerischen Traditionen und formalen Handschriften. Jedes Bild entwickelt seine eigene visuelle Logik und orientiert sich an den ästhetischen Möglichkeiten einer jeweiligen Epoche oder künstlerischen Haltung. Dadurch entstehen keine bloßen Illustrationen historischer Stoffe, sondern vielschichtige Reflexionen über die Art und Weise, wie Geschichte in Bildern erzählt, erinnert und interpretiert werden kann.

Die Ausstellung versteht sich somit nicht allein als narrative Annäherung an die Geschichte Hamburgs. Vielmehr untersucht sie die Beziehung zwischen Bild und Erzählung, zwischen historischem Ereignis und künstlerischer Interpretation. Die Vielfalt der verwendeten Techniken, Materialien und stilistischen Bezüge macht den Akt des Sehens selbst zum Thema. Beltracchi lädt dazu ein, die Bilder nicht nur als Träger von Geschichten zu betrachten, sondern als eigenständige Bildwelten, in denen sich historische Erinnerung, kulturelle Identität und kunsthistorische Tradition miteinander verschränken.

So entsteht ein Panorama Hamburgs, das sich zwischen Dokumentation und Imagination, Geschichtsschreibung und Mythos bewegt.

 

www.beltracchi-art.com