STEPHAN HESS – SIMPLE BUT NOT EASY (OR VICE VERSA)

kuratiert von Günter Salzmann

Laufzeit: Fr, 15. – Do, 28. Mai 2026
Vernissage: Fr, 15. Mai 2026, 18 – 20 Uhr
Der Künstler ist anwesend.
RSVP bitte an: art@sysma.net
Öffnungszeiten: Di – So, 11 – 18 Uhr | Mo geschlossen

 

Mit „Simple but not easy (or vice versa)“ präsentiert der Kunsthistoriker und Kurator Dr. Günter Salzmann in der Barlach Halle K eine Ausstellung von Stephan Hess, die sich den scheinbar einfachen Dingen widmet – und dabei deren tiefere Komplexität offenlegt.

Stephan Hess‘ Werk kreist um eine zentrale Frage: Wie lässt sich das Verhältnis von Einfachheit und Komplexität im menschlichen Leben und in der Wahrnehmung fassen? Seine Arbeiten wirken oft unmittelbar zugänglich – visuell klar, teilweise spielerisch oder reduziert. Doch gerade diese vermeintliche Einfachheit entpuppt sich bei näherer Betrachtung als vielschichtig und widersprüchlich. Der Ausstellungstitel bringt diese Haltung prägnant auf den Punkt: Das Einfache ist nicht leicht – weder im Leben noch in der Kunst.

Die Einzelausstellung zeigt Arbeiten aus verschiedenen Werkgruppen Stephan Hess‘, darunter die Serie „Printed Matters“, Chrom- und Stahlskulpturen sowie eine Auswahl skulpturaler „Wiremen“ und darauf basierender Drucke.

In den „Printed Matters“ greift der Künstler auf Zeitungsfragmente zurück, die er zeichnerisch und malerisch transformiert. Die ursprüngliche Funktion der Nachrichten – Information und Deutung – wird dabei hinterfragt. Schlagzeilen, die einst die Wahrnehmung der Welt bestimmten, verlieren ihren absoluten Anspruch und werden Teil eines offenen visuellen Systems.

Mit den „Wiremen“ schließlich schafft Hess aus industriell gefertigten Drahtkleiderbügeln individuelle Figuren. Trotz identischen Ausgangsmaterials entstehen Unikate, die Fragen von Individualität und Wiederholung thematisieren.

Durch alle Medien hinweg ist Stephan Hess‘ Arbeit geprägt von der Rückkehr zu grundlegenden visuellen Prinzipien und einem kontinuierlichen experimentellen Prozess. Diese Konsequenz zeichnet ihn als Künstler aus, der sich zwischen den Disziplinen bewegt und zugleich eine unverwechselbare künstlerische Handschrift bewahrt.

 

Über Stephan Hess

Stephan Hess (geboren 1951 in München) ist ein international tätiger Künstler, der zwischen Europa und den USA gearbeitet hat. Seine Werke bewegen sich zwischen Malerei, Skulptur und konzeptuellen Ansätzen. In seinem Schaffen verbindet er visuelle Reduktion mit inhaltlicher Komplexität.

Bereits in jungen Jahren zeigte sich seine experimentelle Herangehensweise: Als Jugendlicher entwickelte er eine eigene Bildsprache reduzierter, expressiver Figuren und realisierte mit vierzehn Jahren sein erstes Bühnenbild. Während seines Studiums arbeitete er für experimentelle Theatergruppen und widmete sich zugleich Land Art, Konzeptkunst und performativen Ansätzen in den 1970er- und 1980er-Jahren.

Seit über fünf Jahrzehnten entwickelt Stephan ein vielschichtiges künstlerisches Werk, das Malerei, Zeichnung, Collage und Skulptur umfasst. Seine künstlerische Entwicklung lässt sich weniger über biografische Stationen als vielmehr über klar definierte Werkserien nachvollziehen, die sowohl persönliche als auch gesellschaftliche Entwicklungen spiegeln.

Seine Arbeiten befinden sich in internationalen privaten Sammlungen. Neben seiner künstlerischen Tätigkeit war Hess auch im wirtschaftlichen Kontext aktiv und beriet unter anderem Führungspersönlichkeiten großer Unternehmen.

 

www.stephanhess.com

 

Video Trailer zur Ausstellung:
https://f.io/_xDil0ZJ